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Oktober 2018
Wie wird die Kuh wieder voll?

Familie Reil begeisterte die Erstklässler auf ihrem Bauernhof

Begeistert und neugierig machten sich im Rahmen der „Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit“ die Erstklässler auf den Weg zum Bauernhof der Familie Reil in Freihung. Aus erster Hand wollten sie erfahren, woher frische Milch kommt und wie Produkte aus der Landwirtschaft regional vermarktet werden können. Nach kurzer Begrüßung marschierte die Truppe gleich Richtung Kuhstall. Während die Tiere im Sommer täglich auch frisches Gras bekommen, gab es jetzt Silage, die die Kinder den Tieren mutig zuschoben. Im Melkstand warteten schon einige Kühe darauf, gemolken zu werden. Sohn Tobias Reil erklärte den Melkvorgang. 2 oder 3 Eimer Milch pro Kuh? So viel? Das konnten die Mädchen und Buben kaum fassen. Verwundert meinte ein Kind: „Und wie wird die Kuh wieder voll?“ Auch auf diese spontane Frage gab es fachmännische Erklärung. Eine große Milchkanne, gefüllt mit frischer Milch, zogen die Mädchen mit einem Handwagen zum Kälberstall. Dort wurden die Nuckel-Eimer befüllt und an die Kälbchen verteilt.

Lustig ging es zu, als ein großer Milchtank zur Milchtankstelle geschoben werden musste. Hier erläuterte Herr Reil detailliert, wie täglich rund um die Uhr Rohmilch gezapft werden kann. Aus dem Automaten daneben können weitere regionale Produkte erworben werden, z. B. Eier vom eigenen Bauernhof, Honig, Grillfleisch oder Würstchen oder verschiedene Käsesorten. Bei allen Waren legt die Familie Reil Wert darauf, dass sie von Erzeugern aus der Umgebung von Freihung stammen. Schon wartete die nächste Attraktion! Eier abnehmen! Von so viel Besuch fühlten sich manche Hühner ganz schön aufgescheucht. Arbeit macht hungrig! Bevor es jedoch ans überaus üppige, abwechslungsreich und liebevoll zubereitete Buffet für die kleinen Gäste ging, zeigte und erklärte der Hofbesitzer allen noch Interessantes über Gerste und Mais und die Verwertung auf dem eigenen Hof. Frau Reil machte an Hand von Beispielen deutlich, wie wichtig Obst und Gemüse für die tägliche Ernährung sind. Auf dem urigen „Strohballen-Sofa“ mit Kuscheldecken ließen sich die Kinder Jogurt mit verschiedenen Früchten, appetitliche Happen, Butterbrote in Form von kleinen Kühen, Obstspieße und geschnittenes Gemüse schmecken. Dazu wurde frischer Apfelsaft als Durstlöscher gereicht.

Bevor es wieder zur Schule ging, bedankten sich die Kinder mit ihren Lehrkräften Annemarie Stubenvoll und Brigitte Böhm herzlich bei Familie Reil mit einem kleinen „Dankeschön“ aus der Region: Kartoffeln der Sorte „Musica“ von einem Öko-Hof!

Text und Bild: Annemarie Stubenvoll




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